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"Suchen.
und Finden."
„Das
Jahr der Bibel“, das von Kirchen und christlichen Gemeinschaften für
2003 ausgerufen wurde, unsteht ter dem Leitwort „Suchen. Und Finden.“
Jeder
Mensch kommt in Situationen, in denen er erkennt, daß alles, was er
selber ist, was ihn umgibt, durchaus nicht notwendig so ist, wie er es für
selbstverständlich hält. Immer schon suchen wir nach Sicherheit, nach
etwas oder jemandem, an dem wir uns festhalten können.
Vor diesem Hintergrund erscheint der Mensch als einer, der immer fragt
und auf der Suche ist: Er stellt die Frage nach dem Woher und Wohin
allen Seins, auch seiner selbst. Der menschliche
Geist gibt sich nie zufrieden, weil er alle Erkenntnis und jede Antwort
als vorläufig, nicht end-gültig, erfährt.
Die Urerfahrung des glaubenden Menschen ist diese: Gott ist für mich da.
Er hat mich schon längst gefunden, er ist bei mir und geht mit mir. Er lädt mich ein, ihn mehr und
mehr zu erkennen, ihm zu begegnen, ihn zu suchen.
Lassen wir uns auf diese Gottsuche ein, so begeben wir uns auf einen Weg
voller Ungewißheiten und Überraschungen. Keiner von uns hat Gott
gesehen, niemand kennt ihn in seinem innersten Wesen. Immer wieder sehen
wir uns in der Gefahr, einem Götzen nachzulaufen, einem selbstgemachten
Bild, das wir uns gemacht haben von einem Gott, der alle unsere
Vorstellungsmöglichkeiten übersteigt.
Wir sind auf die Hinweise angewiesen, die
der gesuchte Gott uns als suchenden Menschen gibt. Das Zeugnis der
Offenbarung Gottes für die Welt ist in der Bibel festgehalten. Nach
ihrem Zeugnis macht der Mensch, der sich darauf einläßt, seine
Existenz als Suchender zu akzeptieren, zwei Erfahrungen:
„Der Mensch müht sich ab mit Forschen, ohne je zu ergründen.“ (Koh
8,17)
Und: „Wer sucht, der findet.“ (Mt 7,8)
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