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Bestätigung des
Verdachts, die Christen vertrösten immer nur auf ein besseres Jenseits?
Worum es eigentlich
geht, sagt uns der erste Teil des Satzes, der von der Taufe spricht:
„Ihr seid mit Christus auferweckt.“ Das klingt zunächst wie eine nüchterne
Feststellung. Wenn wir diesen Satz aber bedenken, ein paar mal für uns
– vielleicht laut – wiederholen, dann können wir eine Ahnung
bekommen, welche Realität dahinter steht: Tod und Auferstehung Jesu sind
in unserem Leben Wirklichkeit geworden, mit allen Konsequenzen. Alles, was
das Leben bedroht, Finsternis, Angst und Schuld hat in der Taufe seine
Macht über uns verloren. Unser Leben ist das des auferstandenen Christus.
Wir gehören zu ihm, ganz und für immer. Deshalb wäre es ein Unding,
wenn wir uns mit anderem begnügen würden, wenn wir unsere Kraft für
anderes investieren würden als für ihn und seine Sache.
Seine Sache, „sein Werk“, wie es das Johannesevangelium sagt, ist es,
der Welt und allen Menschen Leben in Fülle zu schenken. Wer zu ihm gehört,
hat genau hier seine Aufgabe. Dieser Anpruch ist eine Überforderung! Wie
kann ich, wie können wir paar Christen etwas ausrichten angesichts der
großen Probleme, der vielen Krisen, die immer bedrohlicher zu werden
scheinen?
– Strebt nach dem, was im Himmel ist! Sucht zuerst das Reich Gottes!
Macht euch fest in Gott! Das sind keine schwärmerischen, weltfremden
Bekenntnisse. Aus diesen Worten spricht die Begeisterung derer, die für
sich erfahren haben: Gott ist mit uns. Gott hilft, Gott rettet. Deshalb
engagieren sie sich, machen das Unmögliche möglich. Sie haben das
Vertrauen, daß ihr oft schwaches Bemühen von der unendlichen Liebe und
Kraft Gottes getragen wird.
Um diese Kraft, „Dynamis“, wie die Bibel schreibt, beten wir in den
Tagen vor Pfingsten. In einem Lied heißt es: „Der Geist des Herrn
durchweht die Welt, gewaltig und unbändig.“ Der Geist Jesu bewegt seine
Jünger, mitten in der Welt zu suchen, was droben ist.
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