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Prophet
Jesus von Nazareth in Galiläa." Es
kommt auf die Perspektive an, aus der wir auf jemand sehen.
In allen vier Evangelien begegnet uns die Frage: Wer ist dieser Jesus? Sie
geht bei den Erzählungen über die Worte und Taten Jesu immer mit.
Menschen, die mit ihm in Berührung kommen, geben ganz unterschiedliche
Antworten: Die einen erkennen in ihm den von Gott Gesandten, der mit unerhörter
Souveränität Heil und Erlösung erfahrbar macht (z.B. Mt 14,33). Andere
kommen zu dem Schluß: Dieser Mensch kann nur mit einem bösen Geist im
Bunde sein, daß er solche Macht hat (z.B. Mt 12,24).
Wenn wir hören oder lesen, was seine Zeitgenossen über ihn dachten, dann
stellt sich auch uns die Frage: Wer ist Jesus - für mich? Ich bin
eingeladen und gefordert, Stellung zu nehmen.
Der Palmsonntag eröffnet die Heilige Woche auf Ostern zu. In der Passion
Jesu wird die Frage unausweichlich. Die ihm den Prozeß machen, wollen es
wissen: "Bist du der Messias, der Sohn Gottes?" (Mt 26,63) Aber
sie haben schon längst ihre eigene Antwort gefunden. Pilatus spricht sie
aus: "Seht, da ist der Mensch!" (Joh 19,5)
- Nichts als der nackte Mensch, elend und ohnmächtig?
Am Kreuz, wo alles zu Ende ist, gibt es andere Antworten. Einer der
mitgekreuzigten Verbrecher bittet Jesus: "Denk an mich, wenn du in
dein Reich kommst." (Lk 23,42) Und der römische Hauptmann bekennt
als Zeuge des furchtbaren Sterbens Jesu: "Wahrhaftig, dieser Mensch
war Gottes Sohn." (Mk 15,39)
Hier leuchtet schon das Licht von Ostern auf. Der am Kreuz gestorben ist,
lebt und gibt Leben. Er ist der Herr der Welt.
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