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sorgen haben, daß
wir arbeiten müssen, wenn wir Nahrung, Kleidung, Wohnung und manches darüber
hinaus haben wollen. Sie
schätzt die Arbeit durchaus positiv: Durch sie gestalten wir die Welt,
nehmen wir teil am Werk des Schöpfers. Die biblischen Schriften wissen
aber auch: Wenn Arbeit zum Selbstzweck wird, wenn sie nur noch der
Vermehrung von Besitz und Macht dient, dann wird der Mensch unfrei, ein
Sklave und Rädchen im Getriebe.
In der Bergpredigt des Matthäusevangeliums gibt es einen Abschnitt, der
überschrieben ist mit dem Titel: „Von falscher und rechter Sorge“.
Jesus beschreibt Menschen, die ganz davon in Anspruch genommen sind, ihr
Leben in den Griff zu bekommen. Sie sammeln Schätze, aber letztlich ist
der erhoffte Genuß nicht garantiert, ja er birgt sogar Gefahren in sich.
Sie setzen viel ein für die Beschaffung von Essen und Kleidung, aber die
aufgewendete Mühe wiegt das Ergebnis nicht wirklich auf. Die Vergänglichkeit
unseres Lebens zeigt: Nicht wir sind es, die das Entscheidende tun können.
Der Vater im Himmel weiß, was wir brauchen – und will es uns auch
geben.
Deshalb mahnt Jesus: „Sucht zuerst das Reich Gottes und seine
Gerechtigkeit, dann wird euch das alles zufallen.“
Das Matthäusevangelium meint mit dem „Reich Gottes“ seine Königsherrschaft,
Gottes uneingeschränktes mächtiges Wirken in unendlicher Liebe. Gott
selbst sorgt für uns. Er weiß, was jedes seiner Geschöpfe braucht, was
ihm zum Leben und zum Glück nötig ist. Er ist der Herr über alles und
seine Gerechtigkeit ist es, zu tun, was er tun kann: uns, seinen Kindern,
alles zu geben.
Der Vater im Himmel hat uns sein Ein und Alles gegeben – Jesus, seinen
Sohn. Davon spricht das Johannesevangelium: Gott hat die Welt so sehr
geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn
glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. (Joh 3,16)
Wir dürfen uns nach der Liebe Gottes ausstrecken, er läßt sich von uns
und unseren Bedürftigkeiten anrühren.
Die Aufforderung Jesu, Gott zu suchen, ist eine Einladung, Sie will
Hoffnung geben und in die Freude führen, mitten in unseren Mühen und
Sorgen.
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