Schwester Margareta Millen verstorben

Am Vormittag des 29. März verstarb im Alter von 87 Jahren unsere Schwester Margareta (Katharina) Millen.
In der alten Kaiserstadt Trier geboren, blieb sie ihrer Heimat zeitlebens mit Interesse und einem gewissen Stolz verbunden. Aufgewachsen Im Schatten der Trierer Benediktinerabtei St. Matthias, kam sie früh und ganz selbstverständlich mit dem klösterlichen Leben in Berührung. Nach dem Schulabschluß begann sie die Kindergärtnerinnenausbildung und arbeitete nach dem Examen einige Jahre in diesem Beruf.
Ihrer eigentlichen Berufung folgte sie 1953 mit dem Eintritt in unser Tochterkloster Dinklage. Hier zeigte sich ihre Begabung für die praktische Arbeit in Haus und Hof. Tiere und Pflanzen, aber auch die Küchenarbeit waren ihr vertraut, so daß Stall, Garten und Küche ihre klösterlichen Arbeitsbereiche wurden. Drei Jahre nach ihrer feierlichen Profeß im Jahr 1959 folgte sie dem Hilferuf des durch Sterbefälle geprüften Mutterklosters in Alexanderdorf und kam Ende 1962 mit einer weiteren Mitschwester offiziell als „Asylsuchende“ in die DDR.
Hier brachte sie ihre Begabungen mit Tatkraft ein und war in unserer Gemeinschaft schnell zu Hause.
1996 wurde ihr durch einen Schlaganfall vieles aus der Hand genommen. Fortan mußte sie mit einer sprachlichen und motorischen Behinderung leben und war uns allen darin ein Vorbild an Geduld und Willenskraft.
Die letzten Lebensjahre waren von zunehmender Schwäche und Krankheit und Schmerzen geprägt.
Dabei blieb sie an allem interessiert und wurde durch den Beistand der Mitschwestern, die Verbundenheit mit ihrer Familie und treue Freundschaften begleitet.
Möge unsere Schwester Margareta nun die Kraft der Auferstehung an sich erfahren und in Gottes Liebe vollendet werden.

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