Unsere Klosterchronik berichtet vom 3. Oktober 1990:
„Nachdem wir ein feierliches Dankhochamt gesungen hatten, pflanzten wir im Klausurpark eine Kiefer mit zwei Spitzen als Zeichen für uns und die späteren Generationen. Dabei sangen wir den Ps 1 und beteten um Heil und Frieden in Europa und in der Welt. Am Nachmittag machten wir uns in einem ausführlichen Konventsgespräch Gedanken, wie die geistliche Lehre Benedikts uns helfen könnte, die Wunden der Vergangenheit zu heilen.“ Viele Klöster in Westdeutschland, die uns in der DDR-Zeit geschwisterlich verbunden blieben, sandten Grüße und Festtagsgaben. Sogar in Taizé dachte man an uns.An diesem Tag pflanzten wir auch im Park einen symboträchtigen Baum – mit zwei Spitzen. Wie man sieht, ist er gut gewachsen. Wer meint: Eigentlich müsten doch zwei Stämme zu einer Krone verwachsen – auch damit können wir dienen: Hinter dem Haus stehen seit eh und je Kastanie und Ahorn in enger Nachbarschaft und gedeihen prächtig miteinander.

Heute begehen wir den Festtag wiederum in Dankbarkeit und Freude, und unsere Äbtissin kann das auch beim Festakt in Potsdam mit ihrer Anwesenheit zum Ausdruck bringen.