Ein Aufruf von Papst Paul VI. in seiner Rede vor den Vereinten Nationen am 4. Oktober 1965.
Das Foto zeigt das Soldatengrab im Klausurpark. Alfred Mihatsch war einer der Soldaten, die von unseren Schwestern gepflegt wurden. Sie konnten ihn nicht retten. Sein Sohn war dem Kloster über alle Jahre dankbar verbunden.
Unsere Chronik erzählt, wie die Schwestern die letzten Kriegstage erlebten:

„Nachdem die letzte Offensive der Deutschen zusammengebrochen war, lagen die Wälder voll von Toten und Verwundeten. Schon während der Kampfhandlungen hatten sich Verwundete ins Kloster geschleppt. Halb verhungert und verdustet, zerrissen und zerschunden standen sie vor der Tür. Mit Gesichtern, die vom Entsetzen des Kampfes gezeichnet waren, baten sie um Hilfe für die noch im Wald liegenden schwerverwundeten Kameraden. Sanitäter oder andere Helfer gab es in dieser Lage nicht mehr. So machten sich die Schwestern Maria-Theresia und Maria-Klara trotz des anhaltenden Kanonendonners auf den Weg in den Wald, um mit einem Handwagen Verwundete zu holen. Einige hatten schon tagelang im Wald gelegen, wo sie die Klosterglocke hören konnten. Daraus hatten sie die Hoffnung geschöpft, noch gefunden zu werden.
Als der letzte Schuß verhallt war, zogen hilfsbereite Dorfbewohner mit Pferdegespanen in den Wald, um weitere Verwundete zu bergen. Die meisten wurden ins Kloster gebracht. Weil weit und breit kein Arzt zu finden war, leisteten Schwester Erentrud und Schwester Benedikta (als erfahrene Krankenschwestern) erste Hilfe und nahmen auch Notoperationen an den Verwundeten vor.“

Heute beten wir in besonderer Weise um den Frieden in der Welt.
In den Fürbitten haben wir unsere Anliegen an diesem denkwürdigen Tag zum Ausdruck gebacht.
Wir wissen, daß es an uns liegt, den Frieden zu leben, in kleinen Schritten, jeden Tag.